07. Juni 2010
Dräger Evita Infinity V500 mit neuen Funktionen
Software-Update erweitert Therapiemöglichkeiten in der
Intensivbeatmung und vereinfacht Arbeitsabläufe
Lübeck – Für die Evita Infinity V500 gibt es eine neue Software (SW) 2.n
mit zusätzlichen Therapieoptionen: Dank der variablen Druckunterstützung
(VariablePS) können Ärzte und Pflegepersonal die Beatmung
noch besser auf den Patienten abstimmen. Eine verbesserte Version der
SmartCare/PS-Anwendung unterstützt sie zugleich stärker bei der
wissensbasierten Entwöhnung. Weitere Entlastung für das Klinikteam
bietet die neue Anwendung Smart Pulmonary View. Diese visuelle
Darstellung der Lungenfunktion informiert auf einen Blick über den
Status des Organs. Zusätzlich verringert eine neue RFID (Radio
Frequency Identification)-Funktion den Konfiguationsaufwand für
bestimmte RFID-fähige Dräger-Beatmungsgeräte: Beatmungseinstellungen
können mittels RFID zwischen diesen Geräten übertragen werden.
Spontane Atemzüge unterliegen natürlichen Veränderungen. Die Option
Variable Pressure Support reagiert auf diese feinen Schwankungen der
Spontanatmung, indem sie die Druckunterstützung und somit das
Tidalvolumen variiert. Wie Studienergebnisse zeigen, kann dadurch das
Risiko von Lungenschäden verringert werden.1 Neben erweiterten
Therapiemöglichkeiten bietet das Software-Update mit der Applikation Smart
Pulmonary View auch vereinfachte Informationsmöglichkeiten für das
Klinikpersonal: Ein Lungensymbol visualisiert unter anderem Veränderungen
bei Lungencompliance und Atemwegswiderstand in Echtzeit. Ist der Patient
stabil und benötigt weniger Beatmungsunterstützung, ermöglicht die Weaning-
Funktion SmartCare/ PS eine automatisierte, wissensbasierte Entwöhnung.
Untersuchungen haben ergeben, dass mit Hilfe dieser Option die
Beatmungsdauer um bis zu 33 Prozent und die Entwöhnungszeit um bis zu 40
Prozent reduziert werden kann.2 Mit der Software-Version 2.n sind bestimmte
Parameter der individuellen Entwöhnung einstellbar, wodurch der Weaning-
Modus noch flexibler angewendet werden kann.
Ablaufoptimierung per Funk
Die Evita Infinity V500 ist aber nicht nur ein Beatmungsgerät mit modernen
Therapiefunktionen, sondern auch eine Komponente des integrativen
Klinikkonzepts Infinity Acute Care System. Dieses
Patientenversorgungssystem optimiert klinische Prozesse und Arbeitsabläufe.
So bietet Dräger für das Beatmungsgerät auf Wunsch Zubehörteile, die einen
RFID-Chip enthalten und beim Anschließen automatisch vom Gerät erkannt
werden. Dadurch kann das Medizingerät Zubehörkonfigurationen
automatisieren und das Einhalten voreingestellter Austauschintervalle
überwachen. Innovation auf diesem Gebiet ist die RFID-Funktion „Transfer of
Ventilation Settings“ für Beatmungsschläuche: Ein RFID-Chip am Schlauch
speichert die Beatmungsparameter eines Patienten. Beim Wechsel des
Beatmungsschlauchs an ein anderes geeignetes Beatmungsgerät können die
Parameter ohne manuelle Neukonfiguration übernommen werden. Zusätzlich
bietet die Evita Infinity V500 die Möglichkeit, patientenbezogene Bildschirm-,
Therapie- und Alarmeinstellungen per USB-Stick auf ein weiteres
Intensivbeatmungsgerät des gleichen Typs zu übertragen.
Hersteller der Evita Infinity V500 ist Dräger Medical AG & Co. KG.
- Effects of Different Levels of Pressure Support Variability in Experimental Lung Injury; Spiet P M, et al., Anesthesiology 2009; 110: 342-50
- F. Lellouche et al.; AM J respir Care Med Vol 174, pp 894-900, 2006. Results are based on a European Multicenter Randomized Trial with 144
patients demonstrating improved respiratory condition, with stable hemodynamic and neurological status, and no ARDS prior to initiating weaning